
Von Salta aus nach Norden kommt man nach San Salvador de Jujuy, Hauptstadt der Provinz Jujuy. Dort beginnt die
Quebrada de Humahuaca (UNESCO-Weltnaturerbe; sprich: Uma-uaka), die sich über rund 150 Kilometer bis zur Stadt
Humahuaca erstreckt. (Als ich den Namen zum ersten mal las, dachte ich an die Horde tanzender Faultiere aus Ice Age, deren Gesang irgendwie ähnlich klang...) Humahuaca ist eine über vierhundert Jahre alte Siedlung auf dem Weg nach Bolivien, die Teil der bedeutenden
Inka-Pfade entlang der Kordilleren war. Die wichtigsten Pfade führten entlang der Pazifikküste und auf dem Rücken der Anden vom Süden Kolumbiens durch Ecuador, Peru, Bolivien, Argentinien bis ins Zentrum Chiles.
Die Berge beiderseits des Tals sowie in Seitentälern sind größtenteils kahl, dadurch kann man die vielfarbigen Gesteinsschichten bewundern. Die verschiedenen Farben entstehen durch hohe Konzentrationen unterschiedlicher
Mineralien in den Gesteinen, die sich vor der Auffaltung der Anden über Jahrmillionen im Boden abgelagert haben. Besonders der
Cerro de los Siete Colores (Foto oben) bei
Purmamarca ist mit seiner Farbenvielfalt ein Wahrzeichen für die pastellfarbene Bergwelt der argentinischen
Puna.
