Grin|go [ˈgriŋgo], der; -s, -s [span.]: früher im span. Lateinamerika abwertend für Nichtromane, bes. Angelsachse (wahrscheinl. zu span. griego = "griechisch", übertr. auch "unverständlich, fremd"; "Esto es griego para mí."); heute Fremder in Südamerika, der eine nichtromanische Sprache spricht, in Argentinien allgemein für Immigranten, besonders aus Nordamerika, aber nicht aus Spanien, normalerweise nicht mehr als abwertend zu verstehen
Freitag, 28. November 2008
Crearte
Die Initiative besteht seit 1995 und ist hat sich immer wieder weiterentwickelt. Viele Dinge werden der Öffentlichkeit zum Verkauf angeboten, darüber hinaus gibt es regelmäßig Tanz-, Theater- und Percussion-Aufführungen, die sich lohnen. Wenn alles klappt, wird die Theatergruppe im Juni nächsten Jahres auf Deutschland- und Schweiztournee sein und in Stuttgart ihr Theaterstück "Tanguearte" aufführen. Hoffen wir, dass nichts dazwischen kommt.
Sonntag, 28. September 2008
Antisemitismus heute
- Dieser Text erschien in geänderter Fassung im Argentinischen Tageblatt vom 11.10.2008
- Mitteilung des INADI Río Negro
- Bericht in der Tageszeitung Río Negro
- Interview mit Graciela Nabel de Jinich im Río Negro
- Pressemitteilung Agencia Judia de Noticias (Jewish News Agency)
Freitag, 8. August 2008
Dienstag, 15. Juli 2008
Ohne meine Avocado sag ich nichts!
Donnerstag, 19. Juni 2008
Der erste Schnee
Es gleicht das erste Flöckchen Schnee
Dem ersten weißen Haar.
Noch wird — wie wohl von lieber Hand
Der erste Schnee dem Haupt —
So auch der erste Schnee dem Land
Vom Sonnenstrahl geraubt.
Doch habet Acht! mit einem Mal
Ist Haupt und Erde weiß,
Und Freundeshand und Sonnenstrahl
Sich nicht zu helfen weiß.
Theodor Fontane
Donnerstag, 8. Mai 2008
Asche auf unsere Häupter
Akuellte Bilder der Stadt unter: http://www.bariloche2000.com/ Eigene Bilder seht ihre unten. Wir müssen jetzt zur Schule, denn die Deutsche Schule ist neben der Don-Bosco-Schule die einzige in der Stadt, die heute ihr Tore öffnet. Alle anderen Schüler (und Lehrer) haben den ersten schulfreien Aschermittwoch, perdón, Ascherdonnerstag!
Hier aktuelle Bilder aus unserem Garten:
Aber 'mal ehrlich: Das ist 'ne ganz schöne Sauerei ...
Samstag, 19. April 2008
Auf den Spuren Ikarus´
Redaktion: Herr S., nun ist es Ihnen endlich gelungen, der Öffentlichkeit zu beweisen, dass Sie fliegen können. Ein Traum ist war geworden. Ist es so, wie Sie es zuvor immer geräumt hatten?
Herr S.: Ja gut, es ist ja so, dass dem Traum vom Fliegen viele Bedeutungen beigemessen werden. Ein Flugtraum ist sicher eine "erhebende" Traumerfahrung, die sehr unterschiedliche Ursachen haben kann. Der Alte Ikarus-Traum des Menschen, sich in die Lüfte erheben zu können, um wie ein Adler zu fliegen, ist fraglos ein Symbol der Transzendenz, des Überschreiten der Grenzen der Erfahrung des eigenen Bewusstseins.
Redaktion: Was haben Sie für Vorkehrungen und Vorbereitungen getroffen? In den Tagen vor dem Ereignis, in den Stunden und Minuten vor dem Abflug?
Herr S.: Ja gut, normal hätte ich den Sprung mit verbundenen Augen gemacht, wenn ich nicht die Woche vorher in dieser Schule hätte arbeiten müssen. So kam es zu einigen Störungen im Stoffwechselhaushalt und im Blutkreislauf und damit gingen natürlich einengende Gefühle einher.
Redaktion: Eine Frage, die auch jedem Fan auf der Seele liegt: Wie kam es zu dieser immensen Verzögerung beim Abflug. Geplant war 12.00Uhr mittags. Seien Sie ganz ehrlich, was ist da oben passiert?
Herr S.: Jemand hatte mir die Schnürsenkel zusammengeknotet und der Pilot musste dringend noch mal aufs Klo.
Redaktion: Hand aufs Herz! Hatten Sie in irgendeinem Moment des Fluges Angst?
Herr S.: Angst, wer spricht denn hier von Angst, ich hatte die Hosen scheißerandvoll. Sehen Sie, die Charakterisierung des Flugtraums als Zeichen des gehemmten, verhinderten Emporkommens, des ständig Gescheiterten, des mehr und mehr Kontaktarmen, des Isoliertseins ... da soll man keine Angst haben?!
Redaktion: Wie konnte Ihr Körper diese ungewöhnliche Belastung verkraften. Wie war Ihr physischer Zustand während des Fluges?
Herr S.: Normal. Nur beim Landeanflug hätte ich fast mein Frühtstück über'm See verloren.
Redaktion: Wie gestaltete sich die Zusammenarbeit mit ihrem Piloten? Wie war die Verständigung?
Herr S.: Auf Spanisch. Zwischendurch hat er dann gemeint, ich solle endlich mal die Kommandos los lassen, also diese kleinen Griffe zum Steuern mit den Schnüren dran, an denen ich mich verzweifelt festgekrallt hatte ...
Redaktion: Können wir nun, nach diesem gekonnten Flug und dieser höchst präzisen Landung davon ausgehen, dass Sie weiterhin fliegen werden, dass Sie eventuell beruflich umsatteln?
Herr S.: Es ist ja so: Flugträume können auch als Vorstufen zu Jenseitserlebnissen und Astralre
isen angesehen werden oder sie deuten eine irdische Entstofflichung im Übergang zu einem anderen Leben an. Als Todessymbol ist der Flugtraum genauso glaubwürdig wie als Neugeburtsaspekt in anderer Atmosphäre. Das möchte ich in Zukunft auf jeden Fall noch untersuchen und werde dazu sicher noch ein paar Flugstunden brauchen.Redaktion: Würden sie dieses Erlebnis weiterempfehlen?
Herr S.: Auf jeden Fall. Man braucht einfach das Adrenalin! Man sieht es ja auch beim Schumi, der vom Auto aufs Motorrad gestiegen ist, wahrscheinlich hat ihm der Kitzel gefehlt.
Redaktion: Herr S., wir bedanken uns für dieses Interview und wünschen ihnen noch ein angenehmes Wochenende!
Wenn Lehrer nach der Schule fliegen
Dennoch, ein Versuch konnte heute gewagt werden und siehe da, Geduld und Ausdauer wurden belohnt. Nach langer Wartezeit am Fuße des Cerro Otto erlebten die Zuschauer heute gegen 12.39 Uhr einen sensationellen Start in ca. 1.200 Metern Höhe. Eine schier wild gewordene Masse Fans
Da die Situation am Boden aufgrund der tobenden Teenager zu eskalieren drohte und daher eine sichere Landung nicht mehr gewährleistet werden konnte, entschied sich der Pilot spontan um und wählte einen anderen Landeort, der glücklicherweise mir, der man vor Abflug die Exklusivrechte an den Übertragungsrechten verkauft hatte, mitgeteilt wurde. Nach einer etwas hektischen Autofahrt zum städtische
Donnerstag, 20. März 2008
Bienvenido, otoño!
und Fülle. Letztere wurden bereits mehr oder weniger erfolgreich konserviert. 
Sonntag, 16. März 2008
Das Wandern ist des Gringos Lust
Im Frühtau zu Berge wir geh´n, fallera,es grünen die Wälder, die Höhn, fallera.
Wir wandern ohne Sorgen
singend in den Morgen
Nicht ganz so harmonisch wie im Volkslied verlief unsere erste gemeinsame Wandertour zu einem der vielen Refugios rund um Bariloche. Marc hatte bereits einige paar Tage zuvor die Bergwelt unsicher machen wollen, was jedoch nicht von Erfolg gekrönt war, denn die Bergwelt war eindeutig stärker und schaffte es ihrerseits, Marc tief zu verunsichern. Die Beratung im hiesigen Club Andino, der für Ausflüge in die Berge der erste Ansprechpartner sein soll, enttäuschte doch arg. Alle Touren seien gut zu schaffen, die Wege prima und alles kein Problem. Jedoch war Marcs zweitägige Wandertour Paso de las Nubes alles andere als anfängertauglich. Nach diesen Erfahrungen glaubten wir danach doch lieber der Meinung der Kollegen und Bekannten, die uns eine Wanderung zum Refugio Otto Meiling auf dem Tronador empfahlen, mit 3491 m der höchste Berg in unserer Umgebung. Der von Gletschern umgebene Berg macht seinem Namen (Donnerer) alle Ehre, denn von Zeit zu Zeit hört man schon von weitem das Grollen, wenn Eismassen in die Tiefen stürzen. Ausgangspunkt der Wanderung ist Pampa Linda, das man nach einer zweistündigen Fahrt über 50 km Schotterpiste erreicht. Kurz vor Beginn dieser Buckelpiste wird Eintrittsgeld zum Parque Nacional Nahuel Huapi verlangt, dem ältesten Nationalpark Argentiniens. Als Ansässige haben wir jedoch freien Eintritt. Zu beachten ist zusätzlich, dass die Verkehrsrichtung der Straße alle fünf Stunden
wechselt: Nach Pampa Linda hin kommt man nur zwischen 9 und 14 Uhr, bis 19 Uhr geht es dann in die andere Richtung zurück nach Bariloche. Für die Wanderung sind vom Startpunkt bis zur Berghütte fünf Stunden angesetzt. Ich gehe jedoch davon aus, dass wir schneller sind, zu oft konnten wir in der Vergangenheit die angegebenen Richtwerte unterbieten. Noch bin ich optimistisch und frohen Mutes: Der Himmel ohne Wolken, der Bauch gefüllt, die Haut eingecremt mit LSF 65, der Rucksack voller P
roviant und Wasser, sodass es einem an nichts mangeln muss. Noch ist die Welt in Ordnung, mein Leben scheint nicht in Gefahr, ich wähne mich in der absoluten Gewissheit, dass ich diesen Tag überleben werde. Auch, nachdem wir endlich die schweren Rucksäcke auf dem Rücken tragen und die ersten Schritte wagen, ahne ich noch Nichts. Nachdem wir den Río Castaño Overo überqueren, folgt eine lange Reihe von Serpentinen, die wir stets durch kleine, quer verlaufende Trampelpfade abkürzen. Mal müssen wir unter einen umgefallenen Baumstamm langkriechen, mal einen sandigen Steilhang hoch oder herunterhängende Äste versperren uns den Weg. Dies ist allerdings im Gegensatz zu dem, was uns in Kürze erwarten wird, ein Kinderspiel. Als wir Serpentine Nr. 458 abkürzen, bekommen wir unerwarteten Besuch. Erst eine, dann zwei, drei, kurze Zeit später jedoch Hunderte. Sie nennen sich tábanos, was man gemeinhin als Bremse übersetzten würde. Jedoch das, was uns da das Leben zur Hölle macht, kann man unmöglich als Bremse bezeichnen. Da haben sich Abscheulichkei
t, Dreistigkeit, Gemeinheit und Persistenz zusammengetan, um dem Menschen verschiedenste negative Emotionen zu entlocken: Wut, Angst und Verzweiflung sind ab sofort unsere Begleiter. Sie fliegen wie Bienenschwärme um Kopf und Beine herum, versuchen um jeden Preis Hautkontakt zu bekommen, und einige versuchen es sogar in allen möglichen Körperöffnungen. Bleibt man stehen
, ist man ihnen ausgeliefert. So ist Bewegung der einzige klägliche Ausweg, mit dieser Situation fertig zu werden. Wenn wir anderen Wanderern begegnen, schauen wir uns stumm und mitleidig an, Anteilnahme braucht hier keine Worte, das wäre auch fatal, denn beim Öffnen des Mundes eröffnen sich neue Horizonte für unsere lästigen Begleiter. Das stetige Schlagen und Schwingen eines Tuches oder Hutes scheint Abhilfe zu bringen, andere versuchen es mit Tanzen, wiederum andere vermummen sich mit allem, was sie dabei haben. Würde man von oben auf den Berg schauen können, sähe man eine Horde wildgewordener Wanderer, die offenbar alle von derselben Geisteskrankheit befallen sind. Eine Pause ist aufgrund der hohen Angriffsgefahr nicht möglich, Gehen und Bewegen heißt die Devise. An der Baumgrenze vorbei, sind wir nun auch der Sonne schutzlos ausgeliefert. Körperliche Schwäche stellt sich ein, Schweiß, Sonnencreme und Staub bringen Unerfreuliches, eine pelzige, schmierige Schicht bild
et sich auf unserer Haut. Mir macht das allerdings nicht mehr viel aus, denn ich habe das Gefühl, mein Leben retten zu müssen. Keuchend, wankend und kraftlos suchen wir Schutz vor der Sonne unter einem kleinen Felsvorsprung. Zwei Dosen kühle Limonade, die Marc zur großen Überraschung aus dem Rucksack zaubert, haben gleich eine doppelte Wirkung: Der Zucker verhilft uns zu neuer Energie und so wird auch der Rucksack leichter. Die letzte Stunde ist angebrochen, an den Gletscherfeldern angelangt tut sich die letzte Etappe auf. Endlich haben wir Sichtkontakt zum Zielobjekt, was hilft, die letzten Energiereserven zu sammeln. Nach fünfeinhalb Stunden sind wir oben angekommen und uns erschließt sich eine spektakuläre Sicht auf die drei Gipfelspitzen des Cerro Tronador, viele Gletscher und die Andenkette. Alle Strapazen und Anstrengungen sind vergessen. Nach einem zünftigen Abendessen genießen wir den Sonnenuntergang, die Sterne und die Stille der Nacht. Ein Erlebnis, das zur Wiederholung einlädt!
Samstag, 16. Februar 2008
Rafting
Der erste Tag am oberen Flusslauf ("Manso inferior") vergeht tranquilo, durchaus Familien mit kleinen Kindern zu empfehlen. Man treibt den Wasserlauf hinunter ohne die Muskeln unnötig beanspruchen zu müssen. Für heute gibt es nur drei Anweisungen, denen wir Folge leisten müssen: adelante (vorwärts), atrás (rückwärts) und arriba (Paddel hoch). Der Guía (Führer) im Boot hat an diesem Tag nicht wirklich viel tun, und so unterhält er uns mit Auskünften über Flora und Fauna, die uns zu Lande, zu Wasser und in der Luft begegnen. Wir erfahren die Namen und Höhen aller Be
Und so is
Nach gut drei Stunden ist das Vergnügen vorbei und wir schleppen uns mit letzter
Freitag, 12. Oktober 2007
Oktoberfest in Argentinien

Dienstag, 2. Oktober 2007
Rekordverdächtig!
Seit Tagen scheint die Sonne, rekordverdächtige 16 Grad heute, kein Wölkchen am Himmel. Der Schnee ist weg und aus der
Erde sprießen bunte Überraschungen, die unser Gemüt erfreuen. Die Vögel sind lauter denn je; die Chimangos und Bandurrias machen es sich gemütlich und erwarten bald ihren Nachwuchs auf Nachbars Schornstein. Da wird gestritten und gekreischt, dass man sein eigenes Wort nicht mehr hört. Dennoch sind wir glücklich, dass mittlerweile die Sonne früher aufsteht als wir, so dass wir sie beim Klingeln des Weckers um sieben Uhr begrüßen können, unter der Dusche stets ein Lied auf den Lippen...Mittwoch, 26. September 2007
Trauriger Nachtrag
>> Bericht La Nación
>> Bericht Río Negro
>> Bericht Clarín
Montag, 3. September 2007
Dat soll ich doch wohl nich glauben
Die Stadt war schon seit Tagen schneefrei, hier und da mühte sich vom Schnee ersticktes braun-grünes Gras, den Anschein von Frühling zu erwecken und nur in unserem Garten wehrte sich noch eine kleine Insel Schnee gegen die Schmelze. Temperaturen von bis zu 11º Celsius, was hier schon Frühlingsgefühle freisetzt, hatten dem Schnee in der letzten Woche den Garaus gemacht. Und dann sitzen wir gestern Abend im Wohnzimmer über ein paar Projektarbeiten zu brüten - die jährliche Ausstellung der Deutschabteilung zum 3. Oktober steht bevor - und quatschen mit einer Kollegin die Zeit tot. Nach einiger Zeit sehe ich so nebenbei mal wieder in den Garten hinaus, den die mittlerweile hereingebrochene Dämmerung in Dunkelheit hüllen sollte - so hatte ich es jedenfalls erwartet -, aber irgendwie war es da draußen viel heller als es hätte sein müssen. "Nää ´ne!" entfuhr es mir spontan und Birgit bekam fast´n Schrecken, folgte meinem Blick und vermutete wohl etwas Ungeheuerliches da draußen, "dat soll ich doch wohl nic
h glauben, et is schon wieder am schneien!" Die Verwunderung stand uns ins Gesicht geschrieben, war doch die Kollegin erst eine Stunde zuvor durch diesen braun-grünen Garten, den ein Törchen mit dem Nachbargrundstück verbindet, gekommen, sozusagen hintenrum wie man bei uns am Niederrhein so sacht. In kürzester Zeit hatte sich der Garten und alles andere mit einem weißen Tuch bedeckt. Und bis heute morgen sollten dann noch ein paar Zentimeter dazu kommen. Aus ein paar Zentimetern sind inzwischen 10 cm in der Stadt, 15 cm im Garten (siehe Foto, von heute morgen) und 40 cm auf dem Cerro Catedral geworden. Aktuelle Meldung: En la cumbre (Gipfel) Schneefall, eingeschränkte Sicht, -2,4º C, gefühlt -18º C, Wind 30-60 km/h, in Böen 90-120 km/h (um 17:00 bis 180 km/h!), Schneehöhe 210 cm, Tendenz steigend... Da werden wir wohl die Tage noch mal die Skier schnallen, denn irgendwas Positives muss man diesem blöde Schnee ja abgewinnen.

